Mit den ersten milden Tagen wächst bei vielen der Wunsch nach einem neuen Look: andere Kleidung, frisches Make-up, eine neue Haarfarbe. Gerade Brünette sehen Bilder von eisblonden Influencerinnen und denken sich: „Genau so will ich aus dem Salon kommen.“ Doch was auf Instagram perfekt schimmert, endet im Alltag nicht selten mit einer Enttäuschung – besonders dann, wenn der Wechsel von einem dunklen Naturton zu extrem hellem Blond zu drastisch erfolgt.
Weshalb platinblondes Haar als Neuanfang so reizvoll wirkt
Nach einem langen Winter in dicken Pullovern und mit meist zurückhaltenden Haarfarben kann ein radikaler Stilwechsel ausgesprochen befreiend sein. Wer lange dunkles Haar getragen hat, verbindet Hellblond oft unmittelbar mit Aufbruch, Leichtigkeit und einem strahlenderen Auftreten.
Auf Social Media erscheinen platinblonde oder polarblonde Looks wie ein Versprechen für ein jüngeres, modischeres Erscheinungsbild mit mehr „Glow“. Hinter diesen Aufnahmen stehen allerdings häufig Softboxen, Ringlichter und Filter. Poren werden unsichtbar gemacht, Rötungen kaschiert und der Teint wirkt ausgeglichener. Mit dem Resultat bei gewöhnlichem Licht im Bad haben solche bearbeiteten Fotos nur wenig gemeinsam.
Der gleiche Blondton, der auf einem perfekt ausgeleuchteten Selfie strahlt, kann im Tageslicht schnell blass machen und jedes Detail im Gesicht betonen.
Dazu kommt, dass viele Inspirationsbilder Frauen zeigen, die von Natur aus hellhaarig sind oder ihr Haar bereits mehrfach professionell aufhellen ließen. Wer von einem kräftigen Braun in nur einem Termin zu nahezu weißblond wechseln möchte, beansprucht damit sowohl das Haar als auch die Gesichtswirkung deutlich stärker.
Starker Kontrast: Wie zu helles Blond die Gesichtszüge betont
Das größte Problem ist häufig der Kontrast. Die meisten Brünetten haben naturbedingt dunkle Augenbrauen und oft ebenso dunkle Wimpern. Treffen diese plötzlich auf eine beinahe weiße, kühle Haarfarbe, wirkt das Gesamtbild rasch unausgewogen.
Der Blick wandert dann automatisch zu den Brauen. Dadurch kann der Gesichtsausdruck strenger, erstaunter oder „angespannt“ erscheinen. Statt weicher und stimmiger Gesichtszüge entsteht leicht ein scharf wirkender Eindruck.
Haarfarbe rahmt das Gesicht ähnlich wie ein Bilderrahmen ein Motiv. Ein sehr heller, kühler Rahmen:
- hebt harte Linien und Kanten im Gesicht hervor,
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