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Brillenfarbe ab 50: Diese Farbe lässt Falten und Augenringe stärker wirken

Ältere Frau probiert lächelnd eine Brille in einem Optikergeschäft vor Spiegel und Sonnenlicht an.

Mit fortschreitendem Alter wandelt sich nicht nur die Haut: Auch die Lichtwirkung im Gesicht verändert sich. Genau deshalb spielt die Brille eine entscheidende Rolle. Der passende Farbton der Fassung kann die Augen offener, den Ausdruck sanfter und das Gesicht frischer erscheinen lassen. Eine unpassende Farbe hingegen hebt Fältchen unerbittlich hervor und lässt einen schnell älter wirken.

Warum eine Brille ab 50 das Gesicht so stark prägt

Etwa ab dem 50. Lebensjahr verändert sich vieles: Die Haut büßt einen erheblichen Anteil an Kollagen ein, wird durchscheinender und ihre Konturen verlieren an Festigkeit. Das natürliche Zusammenspiel aus hellen und dunklen Partien im Gesicht wird schwächer. Deshalb beeinflusst alles, was unmittelbar an den Augen sitzt – insbesondere eine Brillenfassung –, den Gesamteindruck deutlich stärker.

Farbberater beschreiben Brillen gern als eine Art Scheinwerfer: Sie lenken die Aufmerksamkeit und heben bestimmte Gesichtszonen hervor. Weil die Fassung direkt am Auge liegt, bestimmt sie unmittelbar mit, ob jemand wach, müde oder streng wirkt. Was mit 30 noch modern und markant aussah, kann mit 55 plötzlich hart wirken und müde aussehen lassen.

Die Brillenfarbe ist ab 50 kein Detail mehr, sondern ein echtes Beauty-Tool: Sie entscheidet, ob der Blick weich und lebendig oder schmal und erschöpft erscheint.

Die Brillenfarbe, die Falten und Augenringe betont

Sehr dunkle Fassungen erzeugen in Augennähe feine Schatten. Sie fallen ausgerechnet auf die Bereiche, in denen man sie möglichst vermeiden möchte: unter die Augen, entlang der Tränenrinne und neben die Nase. Bei reiferer Haut wirken diese kleinen Schatten wie ein Verstärker für Augenringe, Fältchen und Nasolabialfalten.

Je geschlossener und einheitlicher eine Farbe ist, desto deutlicher zeigt sich dieser Effekt. Eine breite Kunststofffassung in tiefem Dunkelton ist schon aus einigen Metern Entfernung präsent – und lenkt den Blick zunächst auf die Brille statt auf die Augen.

Der Hauptverursacher für einen älteren Look ist eine vollflächige, tiefschwarze Fassung unmittelbar um die Augen.

Schwarz schafft den stärkstmöglichen Gegensatz zur Haut, vor allem dann, wenn diese im Alter heller wird. Dadurch kann das Gesicht schmaler, strenger oder sogar mürrisch erscheinen. Ähnlich ungünstig wirken stark kühle, stahlgraue Nuancen: Sie bilden einen grauen Rand um die Augen und unterstreichen jeden Anflug von Müdigkeit.

Das kennen viele von schwarzen Rollkragenpullovern: Ab einem gewissen Alter können sie Fältchen und Augenringe plötzlich deutlicher hervortreten lassen. Bei einer schwarzen Brille entsteht derselbe Eindruck – nur gebündelt direkt in der Augenpartie.

Brillenfarben, die den Blick weicher und jünger erscheinen lassen

Die gute Nachricht: Zahlreiche Farbtöne schmeicheln dem Gesicht, mildern starke Kontraste und öffnen den Blick, anstatt ihn zu beschweren.

Sanfte Farben mit klarer Kontur

Anstelle von hartem Schwarz empfehlen Optikerinnen und Farbberater häufig kräftige, jedoch leicht gebrochene Nuancen. Sie geben dem Gesicht einen Rahmen, ohne es zu überlagern:

  • Schokoladenbraun: Verleiht dem Teint Wärme und wirkt wesentlich sanfter als Schwarz.
  • Dunkles Marineblau: Sorgt für Klarheit, bleibt im Ausdruck aber weicher und eleganter.
  • Meliertes Anthrazit: Nimmt klassischem Grau seine Strenge.
  • Tiefes Bordeaux: Bringt Charakter und Frische ins Gesicht, ohne grell zu wirken.
  • Havanna- oder Schildpatt-Optik: Ein zeitloser Klassiker, dessen gesprenkelte Struktur Kontraste aufbricht.

Vor allem Schildpattfassungen funktionieren wie ein optischer Weichzeichner. Ihre kleinen Farbnuancen durchbrechen strenge Linien, sodass das Gesicht sofort lebendiger und sanfter wirkt.

Weshalb die Augenfarbe wichtiger ist als die Haarfarbe

Viele wählen ihre Brille passend zur Haarfarbe. Fachleute empfehlen jedoch immer häufiger, sich stattdessen an der Augenfarbe zu orientieren. Schließlich umgibt die Fassung die Augen und nicht den Haaransatz. Passt sie zur Iris, wirkt der Blick klarer und wacher.

Wer die Brillenfarbe an die Augen anpasst, lässt den Blick leuchten – wer sie an die Haare anlehnt, riskiert schnell einen fahlen Gesamteindruck.

Einige grundlegende Orientierungshilfen:

  • Blaue Augen: Dunkles Marineblau, leicht rauchige Blaunuancen oder Stahlblau bringen die Iris zum Leuchten.
  • Grüne Augen: Hochwertige Moos-, Smaragd- und Olivtöne wirken besonders stimmig.
  • Braune Augen: Warme Braunnuancen, Cognac, Honig oder Schildpatt verleihen dem Blick mehr Tiefe.
  • Graue Augen oder Mischaugen: Zarte neutrale Farben wie Taupe, Melangegrau oder Roségold schaffen eine ruhige Wirkung.

Bei vollständig transparenten Fassungen ist Vorsicht angebracht, besonders bei grauem oder silbrigem Haar. Dieser Stil kann das Gesicht blass erscheinen lassen: Die Konturen verlieren sich, und der Ausdruck wirkt müder.

Metallfassungen: Dezent, hochwertig und häufig besonders schmeichelhaft

Zarte Metallgestelle überzeugen vor allem durch ihre Leichtigkeit. Sie erzeugen weniger Schatten, lassen Haut und Augen stärker zur Geltung kommen und reflektieren Licht zurückhaltend.

Besonders beliebt sind:

  • Warmgold für helle, warme Farbtypen mit beige- oder pfirsichfarbenem Teint.
  • Roségold für reifere Haut, weil es Rötungen weniger hervorhebt und sanft über dem Gesicht wirkt.
  • Weißgold oder helles Silber für kühle Hauttypen mit bläulichem Unterton.

So setzt die Brille einen feinen Rahmen, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Kleine Fältchen treten weniger deutlich hervor, während die Augen offen wirken.

Dunkle Brillenfassungen ab 50 geschickt tragen

Wer sich ohne dunkle Brille nicht wiedererkennt, muss nicht vollständig zu einem anderen Stil wechseln. Wichtig ist vielmehr, den Look gezielt anzupassen. Drei Aspekte sind entscheidend: Farbton, Material und Fassungsbreite.

  • Farbton weicher wählen
    Statt tiefem Schwarz eignen sich Marineblau, Espressobraun oder meliertes Anthrazit besser. Die Farben bleiben dunkel, erscheinen aber weniger hart.

  • Material leichter kombinieren
    Eine Kunststofffront mit hellen Metallbügeln kann viel bewirken. Auch ein heller Nasensteg nimmt einem dunklen Rahmen optisch Gewicht.

  • Schmalere Breite bevorzugen
    Weniger breite Fassungen werfen weniger Schatten und lassen mehr vom Gesicht sichtbar. So rücken die Augen wieder in den Mittelpunkt.

Die ideale Brille ab 50 sieht man – aber sie schreit nicht. Der erste Blick soll den Augen gehören, nicht dem Rahmen.

Im Geschäft prüfen, ob eine Farbe verjüngt oder nicht

Ein unkomplizierter Test erleichtert die Auswahl: Nehmen Sie zwei ähnlich gefärbte Fassungen mit ans Fenster und betrachten Sie sich möglichst bei Tageslicht.

Gehen Sie dabei Schritt für Schritt vor:

  • Setzen Sie Fassung 1 auf und schauen Sie in den Spiegel: Wie wirkt der Bereich unter den Augen? Bilden sich kleine Schatten?
  • Beobachten Sie das Augenweiß: Wirkt es strahlend oder eher gräulich?
  • Probieren Sie unmittelbar danach Fassung 2 an, ohne sich zwischendurch mit etwas anderem zu beschäftigen.
  • Achten Sie auf Ihren Eindruck: Sehen Sie freundlicher und wacher aus – oder angespannt und schmal im Gesicht?

Wer Schildpatt gern trägt, kann mit verschiedenen Abstufungen experimentieren: Honigfarbene Varianten wirken besonders weich und freundlich, während ein dunkles, dichtes Braun markanter erscheint. Meist ist jene Brille die richtige, bei der die Augen leuchten und der Bereich unter den Augen glatter aussieht.

Was kontrastarme und kontrastreiche Gesichter tatsächlich ausmacht

Beim Optiker hören viele Menschen Begriffe wie „Kontrasttyp“, ohne genau zu wissen, was damit gemeint ist. Gemeint ist das Verhältnis von Haut-, Haar- und Augenfarbe zueinander. Werden diese Kontraste mit den Jahren sanfter, sollte sich auch die Brillenwahl daran orientieren.

Wer früher sehr dunkles Haar und ausgesprochen helle Haut hatte, konnte starke Farben meist gut tragen. Wenn das Haar grauer und die Haut etwas blasser wird, harmoniert ein sanfterer Rahmen oft besser. Das Gesicht wirkt dann ausgewogen, statt von einer einzigen dominanten Brillenfarbe überstrahlt zu werden.

Besonders im Alltag und bei wenig Make-up wird dieser Unterschied deutlich. Eine zurückhaltend pigmentierte Brille kann für einen frischen Gesamteindruck mehr bewirken als jedes Serum.

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